Straba Nord (Versbach-Lengfeld)

Straba Nord

Die Idee einer Straßenbahn nach Versbach und Lengfeld blickt auf eine 50jährige Vorgeschichte zurück; der Anschluss ist bei den Verhandlungen zur Eingemeindung versprochen, aber nie erfüllt worden. Bis heute leiden Versbach und der gesamte Würzburger Norden an einer extrem schlechten ÖPNV-Anbindung [PDF, 5.2MB].
„Wer den Bus vor der Tür hat, soll das Auto stehen lassen“ meint der Oberbürgermeister im Mainpost-Interview. Doch das bleibt unter solchen Umständen ein frommer Wunsch. Die Erfahrung zeigt: für eine attraktive Straßenbahn, die sie pünktlich, rasch und zuverlässig am Stau vorbei an ihr Ziel bringt, lassen die Menschen ihren PKW gerne und freiwillig stehen – für einen wackeligen Bus, der mit den Autos im gleichen Stau feststeckt tun sie das nicht.
Die Bürgerbeteiligung im Rahmen der Erstellung des GreenCityPlans hat mit großer Klarheit gezeigt, welche Erwartungen die Bürgerinnen und Bürger an die Entwicklung der Mobilität in Würzburg haben; der Ausbau des Straßenbahnnetzes, ein attraktiverer Tarif für die „Öffis“ und der Ausbau des Radwegenetzes – das sind die mit weitem Abstand am häufigsten genannten Forderungen. Die Zeit ist also reif für die „Straba-Nord“.
Wie schon am Heuchelhof würden viele Menschen ihren PKW für die Straba in der Garage lassen, die tägliche Belastung etwa des Berliner Rings würde um etwa 10.000 bis 15.000 PKW zurückgehen. Damit könnte auch die Innenstadt massiv entlastet und die Luftqualität erheblich verbessert werden.
Klar ist, dass erst einmal die Linie 6 aufgegleist werden muss. Bei der Straba-Nord geht es aber darum, heute eine Freihaltetrasse abzusichern, die morgen genutzt werden kann. Das betrifft z.B. Überlegungen zum Ausbau des Greinbergknotens, wo auch eine Fläche für mindestens 1000 Park-and-Ride-Stellplätze gesichert werden muss.

Informationen zum Projekt Straba Nord