Die Mobilität der Würzburger

Wie sie ist und wie sie sein könnte

1993 wurde erhoben, wie sich die Würzburger fortbewegen (im Bild Zeile 1: Würzburg 1993). Der Verkehrsentwicklungsplan (VEP) von 1995 hat geraten, die Straßenbahn auszubauen, um damit eine attraktive Alternative zum PKW zu schaffen. Er hat berechnet, wie sich der Stadtverkehr bis 2010 entwickeln würde, wenn man dies realisiert hätte (Zeile 3: VEP-Szenario Push 2010) und auch, wenn man es unterlassen hätte (Zeile 2: VEP-Szenario Trend 2010). Wir können also heute, 2012, sehr gut kontrollieren, ob die Prognosen richtig waren: der empfohlene Straßenbahnausbau hat nicht stattgefunden, und der Autoverkehr ist deswegen stark angestiegen – seit 1993 um ca. 20%. Der ÖPNV ist deutlich zurück gegangen, was nur deswegen nicht erkennbar wird, weil mit dem Semesterticket der Studentenverkehr stark gestiegen ist. Hätten wir die Straßenbahn ausgebaut, würden heute 25% weniger PKWs unser Straßennetz belasten. Die Prognosen haben sich nicht nur als zutreffend erwiesen, sondern wurden in der Realität sogar noch negativ übertroffen: Heute fahren in Würzburg mehr Autos als je zuvor (Zeile 4: Würzburg heute).

VEP-Szenarien