Linie 6: Kapazität

Mit der neuen Straßenbahnstrecke soll die Anbindung des Frauenlands und der Universität an die Innenstadt verbessert werden. Auf keinen Fall darf das zukünftige Straßenbahnangebot hinter dem heutigen Bus-Angebot zurückbleiben. Auch weil mit der Einführung der Straßenbahn Nachfragezuwächse zu erwarten sind.

Bisherige Busverkehre

Die Planung der WSB sieht nach dem Bau der Strecke zum Hubland folgendes Liniennetz vor:

  • Linie 2: Zellerau – Juliuspromenade – Hauptbahnhof – Berliner Platz – Hauptbahnhof – Juliuspromenade – Frauenland – Universität – Neuer Stadtteil Hubland (alle 15 Minuten, Einsatz von neuen 40m-Wagen)
  • Linie 3: Heuchelhof – Heidingsfeld – Sanderring – Juliuspromenade – Frauenland – Universität – Neuer Stadtteil Hubland (alle 15 Minuten, Einsatz von vorhandenen 30m-Wagen)
Netzentwurf WSB

Mit dem Bedienungskonzept der WSB werden die folgende Kapazitäten erreicht:

Kapazitäten WSB

Zum Vergleich: Mit den aktuellen Busverkehren werden heute bereits in der Normalstunde 2995 in der Spitzenstunde 3966 Fahrgastplätze zur Verfügung gestellt und auch voll ausgelastet. Die durch den WSB-Entwurf vorgesehene Straßenbahn-Kapazität liegt ca. 33% unter dem heutigen Busangebot. Diese Planung reicht aus, um die studentisch orientierten Busverkehre (Linien 10, 14, 114, 214) zu ersetzen. Mehr wird aber nicht erreicht! Das zeigt: Die Bürger des Frauenlands, die Beschäftigten der Universität und die zukünftigen Einwohner des neuen Stadtteils Hubland spielen in der WSB-Planung nicht die geringste Rolle! Diese wichtigen Nachfragegruppen sollen, ja müssen, im WSB-Entwurf wieder mit Busverkehr „abgespeist“ werden. Dies widerspricht nicht nur der Logik des Projekts. Es ist auch nicht einzusehen, dass die Bürger des Frauenlands an dieser Verbesserung der ÖPNV-Anbindung nicht teilhaben sollen!
Fehlende Kapazitäten im WSB-Entwurf:

Fehlende Kapazitäten

Die Allianz „Pro Straßenbahn“ stellt fest:
Die fehlenden Kapazitäten muss im WSB-Entwurf trotz teuer aufgebauter Infrastruktur wieder mit Busverkehren geschlossen werden. Die Kosten dafür sind dem WSB-Entwurf voll zuzurechnen.
Dazu kommt: Niemandem nutzt eine durchgehende Linie Heuchelhof – Juliusspital – Frauenland etwas. Ebenso nutzlos ist eine Verbindung Hubland – Zellerau via Berliner Ring. Die Achse Hauptbahnhof – Hubland wird die mit weitem Abstand am höchsten nachgefragte Straßenbahnstrecke in Würzburg sein. Hier müssen die 40-m-Züge mit hoher Priorität fahren, und zwar möglichst konzentriert und vollständig. Die Lösung ist einfach: eine Linie 6 Hauptbahnhof – Hubland und zurück. Das erhöht die Kapazitäten dort, wo sie gebraucht werden und spart überdies den teuren Ausbau der Haltestellen in der Zellerau für die längeren Züge.

Netzwentwurf Agenda

Wenn alle neuen 40m-Züge auf der Linie 6 konzentriert werden, ergeben sich folgende Kapazitäten:

Fehlende Kapazitäten

Wir sehen: Die erreichten Kapazitäten liegen zwar höher als im WSB-Entwurf, reichen jedoch erst mit einer Verdichtung auf 6-Minuten-Takt an die benötigten Kapazitäten heran. Pendelt die Linie 6 lediglich zwischen Hauptbahnhof und Hubland, wie die Allianz „Pro Straßenbahn“ vorschlägt, ist eine solche Verdichtung problemlos ohne Konsequenzen für den Betrieb auf dem übrigen Netz möglich.

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